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Kampagnestart 2026: Trockenheit hinterlässt deutliche Spuren

Geringere Rübenerträge bei Zuckergehalten auf üblichem Niveau erwartet – Kampagne so kurz wie seit zehn Jahren nicht mehr

Köln, 11.09.2026 – Am 15. September startet Pfeifer & Langen im ostwestfälischen Werk Lage in die Zuckerrübenkampagne 2026. Es folgen Könnern in Sachsen-Anhalt am 21. September sowie die rheinischen Werke Appeldorn und Jülich am 22. September. In Euskirchen beginnt die Rübenverarbeitung aufgrund der Folgen von Trockenheit und hohen Temperaturen erst am 7. Oktober.

Die diesjährige Kampagne wird erheblich kürzer als in den vergangenen Jahren. Im Durchschnitt werden die deutschen Werke von Pfeifer & Langen voraussichtlich rund 90 Tage Rüben verarbeiten – so kurz war die Saison seit vielen Jahren nicht mehr. Ausschlaggebend sind die geringeren Ertragserwartungen nach der ausgeprägten Sommertrockenheit und einer um deutlich über zehn Prozent reduzierten Anbaufläche. Eine Ausnahme bildet Lage: Dort haben sich die Rüben besser entwickelt, sodass das Werk voraussichtlich bis Januar in Betrieb sein wird.

Sommertrockenheit bremst Rübenwachstum

Das Rübenjahr startete unter guten Bedingungen: Die Aussaat erfolgte im üblichen Zeitfenster und bis Ende Juni entwickelten sich die Bestände gut. Danach folgten in vielen Anbauregionen mehr als zwei Monate mit hohen Temperaturen und kaum Niederschlägen. Das bremste das Wachstum und führte vielerorts zu deutlichen Ertragseinbußen. Der Schädlings- und Krankheitsdruck blieb dagegen moderat und wurde durch das etablierte Monitoring eng begleitet.

Wie stark sich Trockenheit und Hitze auswirkten, hängt von Region und Boden ab und zeigt die zunehmenden Herausforderungen durch Wetterextreme. Besonders betroffen ist das Anbaugebiet rund um Euskirchen mit seinen vielfach leichteren Böden. Auch in Könnern hinterlässt die Trockenheit deutliche Spuren. Appeldorn und Jülich kamen regional besser durch den Sommer, während sich in Lage eine Ernte nahe dem Fünfjahresmittel abzeichnet. Insgesamt rechnet Pfeifer & Langen mit deutlich schwächeren Rübenerträgen bei durchschnittlichen Zuckergehalten.

Weniger Rüben verkürzen die Kampagne

Neben den witterungsbedingten Ertragseinbußen wirkt sich die reduzierte Anbaufläche auf die verfügbare Rübenmenge aus. Gemeinsam mit der Landwirtschaft wurde der Anbau an die aktuelle Marktsituation angepasst. Entsprechend weniger Rüben werden in diesem Jahr in den deutschen Werken verarbeitet.

Umso wichtiger ist eine präzise Abstimmung zwischen Landwirtschaft, Logistik und Fabriken. Ernte und Verarbeitung werden so koordiniert, dass die Rüben zum richtigen Zeitpunkt gerodet und angeliefert werden und Pfeifer & Langen seine Kundschaft aus Industrie und Handel weiterhin zuverlässig versorgen kann.

Investitionen in effiziente und klimafreundliche Zuckerproduktion

Pfeifer & Langen hat in den vergangenen Jahren erheblich in die Energietransformation seiner Werke investiert und die Emissionen der Zuckerproduktion bereits deutlich reduziert. Diesen Weg setzt das Familienunternehmen mit Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und weniger CO2-Emissionen mittels moderner Technologien und erneuerbaren Energien konsequent fort. Ein aktuelles Beispiel ist der Bau einer neuen Biogasanlage in Könnern. Künftig können dort Rübenschnitzel aus der eigenen Produktion zur Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt werden. Die Anlage schafft zugleich langfristig zusätzliche Optionen für die Nutzung regenerativer Energien innerhalb der Unternehmensgruppe. So verbindet Pfeifer & Langen regionale Landwirtschaft mit moderner, effizienter und nachhaltiger Lebensmittel-produktion. Bis spätestens 2040 will Pfeifer & Langen an seinen Standorten klimaneutral produzieren (Scope 1 und 2). Damit trägt das Unternehmen auch der wachsenden Nachfrage seiner Kundschaft aus Industrie und Handel nach klimafreundlich produziertem Zucker Rechnung. 

Zuckermarkt unter hohem wirtschaftlichem Druck

Die schwächere Ernte trifft auf einen ohnehin angespannten Zuckermarkt. Hohe Produktionskosten und niedrige Zuckerpreise der vergangenen Jahre setzen Hersteller und Landwirtschaft wirtschaftlich unter Druck. Aufgrund der geringeren Anbaufläche und schwachen Erträge wird Pfeifer & Langen 2026 deutlich weniger Zucker aus heimischen Rüben produzieren als in den Vorjahren.

Eine zusätzliche Belastung könnte die geplante Zuckersteuer auf zuckergesüßte Getränke darstellen. Pfeifer & Langen steht für einen bewussten und maßvollen Umgang mit Zucker, bezweifelt jedoch, dass eine Steuer auf einen einzelnen Nährstoff zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit beiträgt. Übergewicht hat vielfältige Ursachen, und auch Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass entsprechende Abgaben nicht automatisch zu weniger Übergewicht führen. Aus Sicht des Unternehmens sind Ernährungsbildung, Bewegung und Prävention die wirksameren Ansatzpunkte. 

Verlässlicher Partner vom Feld bis zum Kunden

Das Familienunternehmen setzt auf eine langfristige Partnerschaft mit seinen Anbauerinnen und Anbauern und arbeitet gemeinsam mit ihnen daran, den Rübenanbau auch unter veränderten klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen wettbewerbsfähig und zukunftsfähig aufzustellen. Auch gegenüber seinen Kunden aus Industrie und Handel steht Pfeifer & Langen für langfristige Partnerschaft und Verlässlichkeit: Neben einer zuverlässigen Belieferung entwickelt das Unternehmen kontinuierlich neue Produkte und Lösungen für die sich wandelnden Anforderungen der Kundschaft.

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Porträt einer Frau im Büro.

Britta Schumacher

Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing Europa

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