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Glas mit Cola und Eiswürfeln.


Ernährung verstehen: Zuckerverzehr, Zuckersteuer und Süßstoffe

Die Diskussion über eine Zuckersteuer macht deutlich, wie wichtig eine faktenbasierte Einordnung ist. Dafür braucht es einen Blick auf den tatsächlichen Zuckerverzehr, auf die mögliche Wirkung einer Zuckersteuer und auf die Folgen, wenn Zucker in Produkten durch Süßstoffe ersetzt wird.

In Deutschland essen die Menschen heute weniger Zucker als früher. Der jährliche Verzehr von Zucker liegt aktuell bei etwa 13 bis 15 Kilogramm pro Kopf. Trotzdem nehmen Übergewicht und damit verbundene Gesundheitsprobleme weiter zu. Denn: Übergewicht hat viele Ursachen. Es lässt sich nicht allein durch den Blick auf einen einzelnen Nährstoff erklären.

Das ist wichtig für die Debatte um eine Zuckersteuer. Denn sie setzt nur bei einem einzelnen Baustein an: dem Zucker. Wenn weniger Zucker aber nicht zu weniger Übergewicht und Folgeerkrankungen führt, kann eine Steuer auf Zucker das Problem auch nicht lösen. Sie kann zwar dazu führen, dass Hersteller weniger Zucker einsetzen, häufig wird Zucker dann aber durch künstliche Süßstoffe ersetzt. Gesünder werden Lebensmittel damit nicht. Auch die WHO sowie Fachleute aus Ernährung und Medizin empfehlen Süßstoffe nicht als Mittel, um langfristig das Gewicht zu kontrollieren oder Krankheitsrisiken zu senken.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit geraten Süßstoffe immer wieder in die Kritik. Süßstoffe werden industriell auf syntethische Art  - meist in Asien- hergestellt und sind in der Umwelt nicht abbaubar. Schon heute finden sie sich in Grund- und Trinkwasser wieder. All das steht im Widerspruch zum Rübenzucker, der eine regionale Wertschöpfung und Produkt aus der Natur, darstellt.

Eine konsequente Steuer müsste Süßstoffe demnach gleichermaßen miterfassen. Eine nachhaltige Verbesserung der öffentlichen Gesundheit erfordert evidenzbasierte Maßnahmen, die mögliche Verschiebungseffekte berücksichtigen und den gesamten Ernährungskontext in den Blick nehmen.

Um die Debatte mit Fakten und wissenschaftlichen Einordnungen zu unterstützen, haben wir die wichtigsten Informationen zu Zuckerverzehr und Süßstoffen übersichtlich zusammengestellt. 

 

Hier geht es zum Factsheet Süßstoffe.

Hier gibt es einen Kurzüberblick zum Zuckerverzehr.

Ihr Ansprechpartner

Ich bin für Sie da bei allen Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit bei Pfeifer & Langen. Sprechen Sie mich an:

Porträt eines Manns im Freien.

Marc Krause

Leiter Verbraucherschutz – Ernährungspolitik – Nachhaltigkeit Europa

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