Aussaat im Frühjahr
Sobald der Boden im Frühjahr abgetrocknet ist, beginnen die Landwirte mit der Rübensaat. In Abständen von 20 cm werden mit Einzelkornsägeräten etwa 5 mm große, zu runden Pillen geformte Samen im Boden abgelegt.
Bei günstigem Wetter sind bereits zwei Wochen nach der Saat die ersten Rübenpflänzchen zu sehen. Bis zur Ernte entwickeln sie sich in ca. 180 Tagen zu stattlichen Rüben, die 700 - 800 g schwer werden. Auf einem Hektar wachsen rund 80.000 Rübenpflanzen mit einem Zuckergehalt von 17 - 19 %. Daraus werden rund 8.000 - 9.000 kg Zucker produziert, eine Menge, die jährlich für ca. 230 - 260 Verbraucher ausreicht.
Wertvoll für unsere Umwelt
In der Hauptvegetationszeit braucht die Zuckerrübe genügend Wasser, Bodennährstoffe, Wärme und Sonne, um ungehindert wachsen zu können. Ihre Nährstoffe holt sie sich aus der Ackerkrume. Sie durchwurzelt den Boden bis zu einer Tiefe von zwei Metern und trägt somit in der Fruchtfolge entscheidend zu einem gesunden Boden bei. Unter den wichtigen Kulturpflanzen hat die Zuckerrübe den höchsten Wirkungsgrad bei der Nutzung der Sonnenenergie; sie liefert die größte Menge an Sauerstoff und nimmt am meisten Kohlendioxyd auf. Vergleicht man einen Hektar Wald mit der gleichen Fläche Zuckerrüben, so sichert der Wald den jährlichen Sauerstoffbedarf von 23 Menschen, die Zuckerrüben von rund 80 Menschen.
Ernte und Transport der Rüben
"Kampagne" heißt die Zeit der Zuckerrübenernte und -verarbeitung. Sie beginnt in Deutschland etwa Mitte September und dauert 80 - 100 Tage. Vollerntemaschinen lagern die Zuckerrüben zunächst in Mieten am Feldrand, von wo sie einige Tage später über spezielle Reinigungsgeräte auf die Transportfahrzeuge geladen werden.

Weitere Informationen zum Thema Zucker finden Sie in unserer Broschüre: "Über den Zucker", die wir Ihnen als PDF-Datei zum Download anbieten.